Der Verein

Der VereinLebenshilfe Witten e.V.
Dortmunder Str. 75
58453 Witten
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SoVD-Lebenshilfe Witten

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Konzeption

der Integrativen Spielgruppe
der Lebenshilfe Witten e.V.


Vorwort

Die Spielgruppe ist ein niederschwelliges sozialpädagogisches Angebot, in dem Kinder ab ca. 1,5 Jahren bis zum Eintritt in eine Kindertageseinrichtung betreut werden. In einer festen, überschaubaren Gruppe werden den Kindern erste Kontakte zu anderen Kindern und soziale Erfahrungen ermöglicht.
Sie stellt eine erste behutsame Loslösung von den Eltern dar und soll als Vorbereitung auf den Kindergartenalltag dienen.
Es werden sowohl Kinder, die sich altersgerecht entwickeln, als auch Kinder, die Auffälligkeiten in ihrer Entwicklung zeigen, aufgenommen.

1. Trägerprofil

„Die Lebenshilfe ist parteipolitisch, weltanschaulich und religiös unabhängig. Sie lässt sich leiten von demokratischen Regeln, der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung sowie der Durchschaubarkeit für die Öffentlichkeit.“ (aus dem Grundsatzprogramm der Lebenshilfe)
Der Verein fördert Menschen mit geistiger Behinderung, von geistiger Behinderung bedrohte Menschen und Menschen mit Entwicklungsverzögerungen. Die Lebenshilfe geht von der grundlegenden Gleichheit aller Menschen aus. Ziel ist eine Gesellschaft, in der Menschen ohne Angst verschieden sein können. Der Gedanke der Hilfe zur Selbsthilfe ist hierbei prägender Grundsatz.

2. Gruppenzusammensetzung

In die Spielgruppe werden Kinder ab ca. 1,5 Jahren bis zum Eintritt in den Kindergarten aufgenommen. Es stehen zehn Plätze zur Verfügung. Davon werden ein bis zwei Plätze für Kinder, die Auffälligkeiten in der Entwicklung zeigen, sowie vier Plätze für Kinder aus Flüchtlingsfamilien, reserviert.

3. Lage

Die Räumlichkeiten der Spielgruppe befinden sich im Lebenshilfe Center an der Dortmunder Straße in Witten. Angrenzend befinden sich das Wohnheim und die Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Es ist zentral gelegen und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen.

4. Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten werden vormittags alleine von der Spielgruppe genutzt. Nachmittags und an den Wochenenden finden dort Angebote des Familienunterstützenden Dienstes statt.

Eingangs-und Flurbereich/Garderobe

Die Gruppe kann durch einen Seiteneingang vom Außengelände aus ebenerdig betreten werden.
Im großzügigen Flurbereich befinden sich Garderobenhaken mit unterschiedlichen Symbolen in kindgerechter Höhe. Auf Kinderbänken mit integrierter Schuhablage haben die Kinder die Möglichkeit, sich an- und auszukleiden. Bei Bedarf kann der Flur auch für weitere Aktivitäten genutzt werden.

Küche

Es steht eine große Küche zur Verfügung, ausgestattet mit einem Herd, einem Kühlschrank und einer Spülmaschine. Mehrere Tische und Stühle sind für das gemeinsame Frühstück vorgesehen. Geschirr und Besteck sind ausreichend vorhanden.

Gruppenraum

Der helle, freundliche Raum umfasst 65 qm. Er verfügt über verschiedene Spielzonen wie Bauecke, Kuschel- und Leseecke. Kindertische und Stühle bieten Möglichkeiten für das kreative Gestalten. Die verschiedenen Bereiche sind passend mit Teppichen ausgelegt. Der Raum bietet weiterhin ausreichend Platz zum Bewegen und Toben.
Die Spielmaterialien befinden sich in für die Kinder frei zugänglichen Aufbewahrungssystemen und entsprechend mit Symbolen gekennzeichneten Kisten.

Snoezelraum

Die Spielgruppe hat die Möglichkeit, einen kleinen Snoezelraum zu nutzen, der sich im angrenzenden Wohnheim befindet.

Sanitärräume

Es gibt zwei Sanitärräume. Der größere der beiden ist mit einer Wickelmöglichkeit, einer Toilette mit Toilettensitz sowie Waschbecken mit Warmwasseranschluss ausgestattet. Der zweite Raum wird als Mitarbeitertoilette genutzt.

Lagerräume

Zwei Räume, ausgestattet mit Regalen, dienen als Lagerräume für Mobiliar, Materialien, Putzmittel, Toilettenpapier etc.

5. Außengelände

Der Spielgruppe steht ein großzügiges Außengelände zur Verfügung, welches dem Wohnheim und dem Lebenshilfe Center angegliedert ist. Es ist komplett eingezäunt. Vom Gruppenraum aus besteht ein direkter, ebenerdiger Zugang. Das Gelände verfügt über große Rasenflächen und asphaltierte Wege. Der für die Spielgruppe vorgesehene Bereich wird abgesteckt und ist somit komplett einsehbar. Es stehen ein Sandkasten, ein Spielhaus, eine Rutsche und verschiedene Kinderfahrzeuge zur Verfügung. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, auch den anderen Bereich, auf dem sich u.a. eine Wippe und Schaukeln befinden, zu nutzen.

6. Pädagogische Zielsetzung

Die Spielgruppe soll eine behutsame erste Loslösung von den Eltern ermöglichen.
In einer festen, überschaubaren Gruppe können die Kinder Kontakte zu anderen Kindern knüpfen und so soziale Erfahrungen sammeln. Die Kinder sollen erste Strukturen eines Gruppenalltags erfahren, was eine hilfreiche Vorbereitung auf die Kindertagesstätte bedeutet. Das kindliche Spiel steht im Vordergrund. Durch vielfältige verbale Anregungen werden die Kinder in ihrer Sprachentwicklung gefördert und unterstützt. Verschiedene Bewegungsangebote regen die psychomotorische Entwicklung an.

Integration

Kinder mit unterschiedlichem Entwicklungsstand und kulturellem Hintergrund können im gemeinsamen Umgang voneinander profitieren. Das soziale Lernen miteinander und voneinander wird auf diese Weise gestärkt. Bereits im frühen Alter lernen Kinder im gemeinsamen Spiel und Beisammensein auf natürliche Weise Unterschiede in der Entwicklung, individuelle Verhaltensweisen sowie kulturelle Unterschiede zu akzeptieren und zu berücksichtigen.
Den Kindern aus Flüchtlingsfamilien wird frühzeitig der Erwerb der deutschen Sprache ermöglicht.
Die geringe Gruppenstärke ermöglicht es, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten einzugehen und diese individuell zu fördern. Dafür stehen unterschiedliche Materialien und Methoden zur Verfügung.

Eingewöhnung

Auf Grund des Alters der Kinder soll eine individuelle Eingewöhnungszeit gewährt werden. So bekommen die Kinder ausreichend Zeit, sich von den bisherigen Bezugspersonen behutsam zu lösen und eine tragfähige Beziehung zu den Mitarbeiterinnen aufzubauen. Angedacht ist ein Zeitraum von zwei bis vier Wochen, in dem je nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder kurze Trennungszeiten eingebaut werden.

7. Pädagogische Angebote

Die pädagogischen Angebote ähneln den Angeboten in Kindergärten. Dabei steht das freie, eigenständige Spiel im Vordergrund. Durch das Angebot unterschiedlicher Materialien bekommen die Kinder die Möglichkeit, diese kennen zu lernen und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Bewegung und Wahrnehmung

• Psychomotorische Angebote
• Nutzung des Bällebades
• Nutzung eines kleines Trampolins
• Bewegungslandschaften im Gruppenraum (schaukeln, rutschen, klettern etc.)
• Nutzung unterschiedlicher Kinderfahrzeuge
• Bewegungsspiele
• Matschen mit unterschiedlichen Materialien
• Nutzung des Snoezelraumes
• Nutzung des Außenbereichs

Kommunikation und Sprache

• Sprachentwicklung anbahnen, begleiten und unterstützen durch handlungsbegleitendes Sprechen im Alltag
• klare sprachliche Vorbilder
• Wecken der Sprechfreude durch Singen, Fingerspiele und gemeinsames Anschauen und Vorlesen von Bilderbüchern
• Methoden der Unterstützten Kommunikation (Einsatz von Bild- oder Symbolkarten etc.)
• Förderung der Kommunikation durch gemeinsame Spiele/Rollenspiele

Spielen und Kreativangebote

• Freispiel
• Sing- und Kreisspiele
• Fingerspiele
• erste Rollenspiele (Bereitstellung von Verkleidungsmaterialien, Kinderküche, Puppen etc.)
• Förderung der Feinmotorik
• Malangebote mit verschiedenen Materialien
• verschiedene Bastelangebote
• Kennenlernen verschiedener Materialien (Knete, Fingerfarbe etc.)
• erste Regelspiele
• Konstruktionsspiele (Bausteine, Lego etc.)
• jahreszeitlich bedingte Angebote drinnen und draußen

Elternarbeit

• regelmäßiger Austausch/Elterngespräche
• telefonische Erreichbarkeit
• gemeinsame Feiern (St. Martin, Weihnachten etc.)

8. Tagesablauf

Der Tagesablauf der Spielgruppe ähnelt dem in Kindertagesstätten. Eine klare Strukturierung und wiederkehrende Rituale bieten den Kindern Sicherheit und Orientierungshilfen.

• Ankommen in der Spielgruppe, Begrüßung der Kinder
• Begrüßungskreis
• Freispiel, angeleitete Angebote in Kleingruppen
• gemeinsames Aufräumen
• Hände waschen
• gemeinsames Decken des Tisches
• Holen der Brotdosen
• Einleitung des Frühstücks mit einem gemeinsamen Fingerspiel
• gemeinsames Frühstück (hierbei wird Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung gelegt)
• gemeinsames Abräumen
• Sitzkreis mit Liedern und Bewegungsspielen
• Bewegungsangebote/Toben (je nach Witterung drinnen oder draußen)
• gemeinsamer Abschluss

9. Mitarbeiterinnen

eine Diplompädagogin
eine Diplom-Sozialpädagogin
eine ehrenamtliche Helferin
eine weitere Fachkraft als Vertretung

10. Öffnungszeiten

Die Spielgruppe findet an drei Vormittagen von 9 bis 12 Uhr statt. .

11. Elternbeitrag

Es wird ein monatlicher Elternbeitrag von 100€ für drei Vormittage erhoben.