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10.11.2013

Mein Körper - das spannendste Abenteuer!

Die „Fische“ vom Helenenberg haben schon viele tolle Sachen erlebt und interessante neue Wissensgebiete erkundet! Vor nicht allzu langer Zeit waren sie sogar als Piraten unterwegs und suchten prächtige Schätze.

Aber nun haben sie etwas ganz Neues gelernt: Das größte Abenteuer liegt nicht in der Ferne, sondern – ganz nah! Denn was gibt es Spannenderes als den eigenen Körper?
Mit viel Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis haben die Mitarbeiter der Kita Helenenberg das Rahmenthema in diesem Frühherbst für die Kinder der „Fische“-Gruppe gestaltet. Als erstes stand Grundwissen über den eigenen Körper auf dem Stundenplan. Wie funktioniert das eigentlich alles? Wie unterscheiden wir uns? Wer ist ein Junge, wer ein Mädchen, und wer ist groß und wer ist klein? Ein wunderbarer Anlass, die eigenen Stärken und Schwächen mal ins Visier zu nehmen, Unterschiede und

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Gemeinsamkeiten genau zu erkunden. Behutsam und mit vielseitigen Anregungen zeigten die Mitarbeiterinnen den motivierten Kindern, dass es wichtig ist, sich selbst und andere zu akzeptieren und die eigenen Grenzen, aber auch die der anderen zu erkennen und zu respektieren. So lernten die „Fische“ spielerisch, was es bedeutet, die eigene Identität zu entwickeln.

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Für diese Identitätsentwicklung sind natürlich Körperlichkeit und Sexualität sehr wichtig. Altersgerecht wurde dieser Themenbereich aufgegriffen. Schwangerschaft und Geburt sind natürlich besonders spannende Themen für die Kinder, die Geschwisterchen bekommen. Wichtig für alle Kinder ist das Erleben des eigenen Körpers und die Bedeutung von Schamgefühlen. Das Projekt zielte darauf ab, Kinder in ihrem eigenen Körpergefühl zu stärken, sie sprachfähig zu machen und ihnen die Fähigkeit zu vermitteln, „Nein“ zu sagen, wenn ihre Grenzen überschritten werden. Neben Liedern zum Thema gab es auch verschiedene kreative Bastelarbeiten. So durften die Kinder zum Beispiel Selbstportraits malen und Hand- und Fußabdrücke machen.

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Kompetente Unterstützung holte sich die Kita bei der pro familia: Herr Guhl gestaltete einen gut besuchten Elternnachmittag zum Thema „Mein Körper ist toll – kindliche Sexualität, Doktorspiele etc.“. Darüber hinaus wurden die Eltern mit

Informationsbroschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend versorgt. Und für die Kinder wurde eine speziell zusammen gestellte Bücherkiste in der Stadtbücherei angefordert, die zahlreiche Bücher zum Thema enthielt.

Der Höhepunkt des Projektes für die Kinder war natürlich der Besuch im Marienhospital Witten. Dort wurden die „Fische“ von Erzieherin Angelina Blockus begrüßt und bekamen eine sehr interessante und informative Führung durch das Krankenhaus. Dabei zeigte ihnen eine Ärztin verschiedene Untersuchungsgeräte und Instrumente. Vieles durften die Kinder

selbst ausprobieren - bei einem großen und sehr geduldigen Stofftier konnten sie das Stethoskop testen. Auch Blutdruckmessen, Reflexe prüfen und ein EKG standen auf dem Programm der interessierten "Fische". Und bei einem Besuch im Labor des Krankenhauses konnten sie sogar hautnah erleben, wie kompliziert die Blutproben dort untersucht werden. Auch das Thema „Stoffwechsel“ kam nicht zu kurz – am Ende des Besuches wartete ein leckerer Imbiss auf die müden und hungrigen Entdecker!

Auch nach Abschluss dieses wichtigen Projektes werden die Themen Körperlichkeit, Sexualität und Identitätsfindung selbstverständlich nicht „zu den Akten gelegt“, sondern weiterhin individuell und kindgerecht fortgeführt.

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