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12.05.2011

Bewegung und Kommunikation

In der Turnhalle der KiTa Helnenenberg herrscht an diesem Vormittag fröhliches und lautstarkes Durcheinander – auf den ersten Blick! Denn wer genauer hinsieht bemerkt schnell, dass es hier um mehr geht.

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Seit Januar erproben die Mitarbeiter der KiTa nun ein spezielles Bewegungsprogramm, das auf ein Konzept der Pädagogin Elfriede Hengstenberg zurück geht, die es in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt hat. Wir berichteten an dieser Stelle bereits über dieses Projekt (Info hier).
Nach gut vier Monaten steht das Projekt nun vor dem Abschluss – Zeit für ein vorläufiges Fazit. Die Mitarbeiterinnen, die die Kinder durch das Programm begleitet haben, sind sich einig: „Eine hochinteressante Erfahrung! Sowohl für die Kinder als auch für und als Pädagogen und Therapeuten!“

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Die Besonderheit des Konzeptes liegt darin, dass den Kindern unterschiedliche Holzelemente präsentiert werden (Bretter, Rundhölzer, Leitern, Rampen, Balancierstangen, Wippelhölzer und vieles mehr), die diese eigenständig erkunden und ausprobieren sollen, ohne unmittelbare Anleitung. Nur die Spielregeln im Umgang miteinander werden festgelegt, ansonsten sollen die Kinder die eigene Kreativität spielen lassen und eigene Ressourcen erkunden. Das Motto lautet „Weniger ist mehr!“, es soll ein Gegenpol zur Reizüberflutung und Bewegungsarmut der Kinder, die in unserer Zeit leider oft vorherrscht, gesetzt werden.
Beobachtet man die Kinder, merkt man schnell, dass sie sich in den letzten Wochen mit den zuerst unbekannten Spielelementen angefreundet haben. In Gruppen oder allein bauen sie „Boote“, „Tiergehege“, „Burgtürme“ und vieles mehr. Häufig ergeben sich Überschneidungen, wenn zum Beispiel das Boot an der Schatzinsel anlegt, aber auch Individualisten wie der autistische Melih sind zu beobachten.

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Melih war am Anfang des Programmes im Januar völlig desinteressiert, nun sitzt er still an seinem Platz und bewegt langsam Bretter und Rundhölzer, fühlt die Oberfläche des Materials„Es ist wichtig, das eigene Tempo der Kinder zuzulassen. Für uns war es zu Beginn schwer, uns zurückzuhalten, auch wir mussten einen wichtigen Lernprozess durchmachen, erkennen, dass wir den Kindern nicht permanent neue Reize bieten dürfen. Die Kinder haben sehr viel Kreativität entwickelt und auch den Umgang miteinander neu entdeckt Wie in einem Gespräch haben sich beim Spiel alle Facetten der Kommunikation entwickeln können. Diese gruppendynamischen Prozesse haben wir als ebenso wichtig empfunden wie den Bewegungsaspekt.

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