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26.10.2015

20 Jahre Frühförderung

20 Jahre Frühförderung – anlässlich dieses Jubiläums fand am 21. Oktober eine Feierstunde im Pflanzraum der Lebenshilfe statt.

Die geladenen Gäste waren zahlreich erschienen und nutzten das einleitende „Stehcafé“, um sich in netter Runde zu begrüßen und auszutauschen. Für allerbeste Stimmung sorgte von Anfang an die Band „Popcorn“, die für diesen besonderen Tag ein vielseitiges und mitreißendes Programm auf die Beine gestellt hatte, von „Aisha“ bis hin zu „Aloha heja he“.

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Nach der herzlichen Begrüßung durch Sabine Hebenstreit, Leiterin der Frühförderung, die sehr persönliche Worte fand, hatte Herr Prof. Dr. Boheim, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Witten, das Wort. Die Frühförderung lag und liegt ihm ganz besonders am Herzen, und er hat sie persönlich aufgebaut, gemeinsam mit Frau Maria Schünemann, die

die Lebenshilfe vor einigen Jahren verlassen hat. Herr Dr. Boheim sprach sehr berührend über die persönlichen Erfahrungen, die er und seine Frau nach der Geburt ihrer behinderten Tochter Martina in den 1960er Jahren machten. Weit entfernt von heutigen Standards, mussten die jungen Eltern damals die Diagnose „Idiotie“ hinnehmen, verbunden mit dem Rat, die Tochter in ein Heim zu geben. Stattdessen setzte die Familie auf Krankengymnastik und die Förderung in der Lebenshilfe Aachen. Herr Dr. Boheim gab auch einen interessanten Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung.

Erste Versuche, eine Frühförderung auch bei der Lebenshilfe Witten zu etablieren, scheiterten in den 1980er Jahren aufgrund mangelnder Möglichkeiten der Re-Finanzierung. Erst ein gutes Jahrzehnt später gelang es dann, ein umfangreiches Programm zur Frühförderung auf die Beine zu stellen. Herr Dr. Boheim hob noch einmal die besonderen Verdienste von Frau Schünemann hervor und lobte auch sehr den Einsatz, den Sabine Hebenstreit in den zwei Jahren, in denen sie die IFF nun leitet, gezeigt hat. Sein besonderer Dank ging auch an die Kooperationspartner der Frühförderung.

Im Anschluss folgte ein Vortrag des Gastredners Prof. Dr. Helge Tiemann, Diplom-Psychologe an der evangelischen Fachhochschule Bochum, zum Thema „Resilienzforschung und -förderung bei Kindern im Vorschulalter“. Er erläuterte die Grundlagen der Resilienzentwicklung und stellte auch kurz einige Förder- und Unterstützungsprogramme vor, die speziell für Kinder im Vorschulalter und deren Eltern entwickelt wurden. Sein Vortrag machte deutlich, welche immense Bedeutung ein stabiles und verlässliches Beziehungsangebot,

wie es auch die Frühförderung bietet, für die Resilienzentwicklung hat.

Als zweite Rednerin sprach die Entspannungspädagogin Martina Ackers-Peilert über „Selbstfürsorge-Praxis in sozialen Berufsfeldern“ und nutzte Beispiel aus ihrer eigenen Praxis, um zu verdeutlichen, wie wichtig es gerade auch für die Mitarbeiter ist, Selbstachtsamkeit und Problemlösungskompetenzen zu entwickeln und zu nutzen.

Nach diesen interessanten Vorträgen, die mit viel Applaus honoriert wurden, ehrte Herr Dr. Dieter König, Geschäftsleiter der Lebenshilfe, jene Mitarbeiterinnen der Frühförderung, die seit der Gründung der Einrichtung im Jahr 1995 mit dabei sind. Blumen gab es natürlich auch für Sabine Hebenstreit und für einen Ehrengast: Herr Dr. Klaus Heller, ehemaliger Chefarzt der Kinderklinik im Marienhospital, war sichtlich gerührt, als man ihm herzlich dankte für die vielen Jahre der unermüdlichen Unterstützung und Hilfe.

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Ein besonders schönes Geschenk bekam die Frühförderung von den Kitas: Ein großes Bild, gemalt von den Mitarbeitern der WfbM, das kleine Vögel auf einer Leine zeigt - jeder darf verschieden sein, keiner wird zurückgelassen!

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Bei angeregten Gesprächen und einem kleinen Imbiss klang die Jubiläumsfeier aus.

HIER ist der Bericht der WAZ von Annette Kreikenbohm.

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An den nächsten drei Tagen wurde aber noch weitergefeiert: Sabine Hebenstreit und ihr Team hatten als Dank für die gute Zusammenarbeit die Vorschulkinder der Wittener Kindergärten, die Kinder und Eltern der Frühförderung und schließlich noch alle Kinder und Familien der Lebenshilfe zu einer Theater-Aufführung eingeladen.

Klaus Hermann vom „HalloDu-Theater“ in Bochum führte für die begeisterten kleinen und

großen Zuschauer das Stück „Das kleine Ich bin Ich“ auf. In der anrührenden Geschichte geht es um ein kleines Tier, das nach der eigenen Identität sucht und dabei Hilfe von vielen anderen Tieren bekommt, bis es am Ende erkennt: „Ich bin ich!“ Sehr phantasievoll, mit Musik, Gesang, Handpuppen und wechselnden Kulissen fesselte Klaus Hermann als Geschichtenerzähler „Herr Zamperoni“ das aufmerksame Publikum.