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SoVD-Lebenshilfe Witten

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16.04.2010

Einweihung SMB-Bereich

Bei strahlendem Frühlingswetter feierte am 15. April die Lebenshilfe Witten gemeinsam mit ihren Gästen die Einweihung des Neubaus auf dem Werkstattgelände an der Dortmunder Straße. Nach rund zwei Jahren Bauzeit konnte der Erweiterungstrakt des Bereiches für Schwerstmehrfachbehinderte (SMB) nun offiziell eröffnet werden.

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In einer Feierstunde überreichte Architekt Guido Trapp den symbolischen Schlüssel Herrn Dr. Dieter König, Geschäftsführer der SoVD Lebenshilfe, dessen große Freude über die gelungene Fertigstellung dieses schon länger anstehenden Projektes deutlich spürbar war: "Nun haben Menschen mit schwerer Behinderung bei uns eine Zukunft!" Diese Freude kam auch in der Festrede des Vorsitzenden der Lebenshilfe, Herrn Prof. Dr. Boheim, zum Ausdruck. Er nutzte aber auch die Gelegenheit, kritische Gedanken zu äußern, wies darauf hin, dass die aktuellen politischen Forderungen und Beschlüsse oft an den Bedürfnissen der geistig behinderten Menschen vorbei gehen und die vorhandenen Fördermöglichkeiten teilweise nicht sinnvoll eingesetzt werden. Herr Prof. Dr. Boheim weiß sehr gut, wovon er spricht - im Publikum saß auch seine Tochter Martina (42), von Geburt an schwerstbehindert; sie ist seit vielen Jahren in der Werkstatt beschäftigt.

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Nach Grußworten der Bürgermeisterin Frau Sonja Leidemann, der Stellvertretenden Landrätin Sabine Kelm-Schmidt und den musikalischen Darbietungen des Saxophon-Quartetts der Musikschule Witten unter der Leitung von Gilda Razani folgte die Besichtigung des neuen Werkstattanbaus.
Den separaten Bereich für Schwerstmehrfachbehinderte gibt es bereits seit 1990, eine Erweiterung erfolgte 1994. Jetzt konnte die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze von 20 auf 40 verdoppelt werden, indem das bereits bestehende Gebäude umgebaut und durch einen Anbau erweitert wurde. Wie alle Räumlichkeiten der Lebenshilfe dominieren auch hier Licht, offene Räume und freundliche Farben. Die begeisterten Besucher durften sich in den verschiedenen Bereichen umschauen, während die Beschäftigten die jeweiligen Tätigkeiten demonstrierten. So zeigte Ralf den interessierten Besuchern, was es mit der Unterstützten Kommunikation auf sich hat (Symbole und einfache Apparaturen helfen den sprachbehinderten Menschen, sich mitzuteilen), während man im gegenüberliegenden "Snoezelen-Raum" bei gedämpftem Licht und ruhiger Musik auf eine entspannende Gedankenreise gehen konnte. Kreatives Arbeiten, Musik und Einzelförderung gehören ebenfalls zum Gesamtangebot. Die eigentliche Produktion in diesem Bereich der Werkstatt ist aufgrund der schweren Behinderungen der Beschäftigten nur eingeschränkt möglich. Es handelt sich vielmehr um eine Art "Arbeitsanbahnung" - jeder übernimmt, abgestimmt auf seine Fähigkeiten, einen kleinen Arbeitsschritt. Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, das die Schwerstmehrfachbehinderten in die Behindertenwerkstätten integriert.

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Mit der Erweiterung des SMB-Bereiches der Werkstatt ist ein weiterer wichtiger Schritt eines langen Weges getan worden - Behinderte nicht auszugrenzen, sondern selbstverständlich in den Alltag und eben auch die Arbeitswelt zu integrieren: "Hilf mir, es selbst zu tun!"