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19.06.2012

Wasser marsch!

Einen erlebnisreichen Tag bei Feuerwehr erlebten die „Fische“ der additiven Kita Helenenberg.

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Schon seit einigen Wochen beschäftigen sich die „Fische“ intensiv mit dem Thema „Brandschutz“. Was muss man tun, wenn ein Feuer ausbricht? Wie setzt man einen korrekten Notruf ab? Welche Materialien brennen, welche nicht?
Im Rahmen des Projektes hatte die Kita Mitte Juni bereits den Oberbrandweister

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Michael Vogel zu Gast, der für die Brandschutzerziehung bei der Feuerwehr Witten zuständig ist und der eine komplette Einsatzuniform mitgebracht hatte und zeigte, wie man sie anlegt. Auch ein „Rauchhäuschen“ hatte er im Gepäck, anhand dessen er demonstrierte, wie ein Rauchmelder funktioniert. Und richtig spannend wurde es, als die Kinder den Notruf „112“ wählen durften - was man eigentlich ja nur im Notfall tun darf. Diesmal war es aber erlaubt, um für den Ernstfall zu üben.

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Kein Wunder also, dass die Kinder beim Besuch in der Feuerwehrwache an der Dortmunder Straße Michael Vogel wie einen alten Bekannten begrüßen! Und dann legt ihr großer Freund auch sofort richtig los – ein Probealarm, extra für die Gäste! Ein durchdringender Gong ruft im Ernstfall die Feuerwehrleute zum Einsatz! Drei Gruppen von je 24 Mann wechseln sich bei der Wache ab, Tag und Nacht. Auch Michael Vogel gehört dazu: „ich bin heute früh zum Dienst gekommen und werde bis morgen bleiben.“
Der erste Gang führt die kleinen Entdecker in den Keller. Hier dürfen sie den Raum

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besichtigen, in dem die schweren Einsatzuniformen gelagert werden, die bei Alarm in Sekundenschnelle angezogen werden müssen – die Stiefel stecken schon in den Hosenbeinen, damit es noch schneller geht. Die „Fische“ erfahren, dass die Helme im Dunkeln leuchten und was die verschiedenen Streifen und Buchstaben an den Helmen über den Rang und die Aufgabe ihrer Träger verraten.

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Und weiter geht es zur „Badewanne“ – in dem vier Meter langen Becken werden die Schläuche nach jedem Einsatz eingeweicht und auf ihre Sicherheit überprüft, ehe sie durch eine Art Waschmaschine gezogen und dann zum Trocknen aufgehängt werden. Wo hängt man meterlange Schläuche auf? Genau – im Schlauchturm. Staunend blicken die Kinder in den düsteren, mehr als 20 Meter hohen Turm, den sie bei Ihrer Ankunft schon von außen bewundert hatten. Im Raum daneben lagern die sauberen, aufgerollten Schläuche, akribisch nach Größe und Länge geordnet. „Die Schläuche haben alle diese leuchtend gelbe Farbe, damit man sie auch beim Einsatz gut sehen kann“, erklärt Herr Vogel seinen kleinen Gästen.

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Damit nicht nur die Schläuche, sondern auch die Uniformen immer schön sauber sind, gibt es einen Raum mit riesigen Waschmaschinen und Trocknern. Hier lagern auch die Taucheranzüge der Feuerwehr.

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Und dann kommt das, was die meisten ungeduldig erwartet haben: Die Türen zum Fuhrpark der Feuerwehr öffnen sich! Die riesengroße Halle ist voller großer Autos! Und hier sind auch die langen Stangen, an denen die Feuerwehrleute herunterrutschen, wenn es Alarm gibt! Herr Vogel macht eine exklusive Rutschpartie für sein Publikum – das geht so schnell, dass der Auslöser der Kamera zu langsam war!

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Was es hier alles zu sehen gibt! Im Fahrzeug der Einsatzleitung gibt es statt der erwarteten Schläuche einen Computer, damit man jederzeit Zugriff zu wichtigen Informationen hat, die man zur Planung des Einsatzes braucht. Direkt daneben aber steht dann der Klassiker – das große Auto mit Schlauch und Wasserpumpe. Und dann natürlich der Wagen mit der großen Drehleiter! Die Kinder dürfen zwar nicht die Leiter ausfahren, aber sie dürfen auf das Fahrzeug klettern und sich sogar auf den Platz setzen, von dem die Leiter ausgefahren wird. „Mit dieser Leiter können wir Menschen retten, die nicht mehr aus brennenden Gebäuden herauskommen und sich in die oberen Stockwerke oder aufs Dach geflüchtet haben“, erläutert Herr Vogel. Überhaupt erklärt er alles ganz genau, geht auf alle Fragen der Kinder ein. Auch das große Fahrzeug mit dem Taucherequipment, den geheimnisvollen Masken und Taschenlampen dürfen die Kinder besichtigen.

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Und natürlich das Boot mit seinen starken Schweinwerfern und der durchdringenden Hupe! Paul darf eine verborgene Klappe öffnen und findet dort den Rettungsball, den man den Menschen zuwirft, die im Wasser in Not geraten.
Doch jetzt wird erst einmal etwas ganz anderes gelöscht als Feuer – nämlich der Durst! Nach einer kleinen Verschnaufpause auf dem Hof der Feuerwehr folgt dann der letzte Höhepunkt der Besichtigung: Jedes Kind darf selbst mit dem riesigen Schlauch spritzen! Die Wucht des Wassers ist so groß, dass man das Schlauchende zu mehreren festhalten muss! Und wenn die feinen Wassertropfen durch die Luft sprühen, entsteht sogar ein kleiner Regenbogen! Da nimmt man gern die nassen Füße in Kauf, die man sich bei diesem Vergnügen schnell mal holen kann.

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Zum Abschied singen die müden, aber glücklichen „Fische“ ihrem neuen Freund ihr Feuerwehrlied vor und überreichen ihm als kleines Dankeschön eine Karte mit Fotos von seinem „Einsatz“ in der Kita und zwei Tafeln Schokolade. „Vielen Dank!“, freut sich Michael Vogel, „die werde ich mit meinen Kameraden teilen!“



Vielen herzlichen Dank an die Feuerwehr Witten und ganz besonders an Herrn Vogel!

Mehr Fotos gibt es HIER!

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