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29.07.2015

Ferienkurs vermittelt den richtigen Umgang mit Hunden

Wohlig räkelt sich Lando auf seiner Decke und schmatzt ab und zu gemütlich. Der wunderschöne Rhodesian Ridgeback-Rüde genießt es sichtlich, von vielen eifrigen Händen verwöhnt zu werden. Gerade ist Hanna an der Reihe - mit Striegel und Bürste befreit sie den Vierbeiner behutsam von überschüssigem Fell.

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„Das ist Landos Lieblingsübung“, lacht Katharina Hanke, Pädagogin und Hundetrainerin. Sie leitet, gemeinsam mit der Heilpädagogin Sandra Reekers, den einwöchigen Kurs im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Witten in den Räumen der Lebenshilfe. Zehn Kinder zwischen 6 und 14 Jahren lernen hier spielerisch den richtigen Umgang mit den geliebten Tieren – einige von ihnen werden bald einen eigenen Hund bekommen und nutzen die Gelegenheit, sich gründlich auf den neuen Hausgenossen vorzubereiten.

Auch die Fellpflege, die heute auf dem Programm steht, ist dazu wichtig. Und noch mehr als das: „Es geht darum, Nähe und Wärme des Hundes zu erfahren“, erklärt Katharina Hanke. „Jeder hat seine eigene Zeit mit dem Hund. Hunde ermöglichen das Erfahren von Nähe und Wärme

mit bedingungsloser Akzeptanz und Wertfreiheit: Der Hund begegnet jedem Menschen wertfrei und stellt keine Erwartungen an ihn.“ Zudem geht es bei der Aufgabe um die Förderung des Verantwortungsbewusstseins durch das Erlernen der versorgerischen Aktivitäten.

12 Umgangsregeln lernen die Kinder mit und ohne Behinderung in dem Kurs. So haben sie bereits erfahren, dass man Hunde nie beim Fressen stören darf, sich ihnen immer vorsichtig nähern muss und im Zweifelsfall nicht vor einem Hund weglaufen darf, weil man sonst seinen Beutetrieb anstacheln könnte. Heute steht Regel 4 auf dem Programm: „Wenn du mit einem Hund spielst, achte darauf, dass du seinen Zähnen nicht zu nah kommst!“

Geduldig zeigt Lando seine Zähne, damit die Kinder einen Eindruck von der Beißkraft des Tieres bekommen. Und wenn der Hund im Spiel doch einmal nach der Hand schnappt? Felix weiß Bescheid: Die Hand nicht schnell wegziehen.“ Richtig – denn dann könnte es Wunden geben und der Hund würde auch eventuell noch fester zupacken. „Man muss ruhig bleiben und

entschieden ‚Aus!‘ sagen“, erklärt die Trainerin. „Hunde lernen schon als Welpen die Beißhemmung. Wenn sie im Spiel zu fest zubeißen, gibt ihr Gegenüber ein Geräusch als Signal. Das merken sie sich.“ Kindgerechte Übungen im schön gestalteten Kursheft festigen die neu erworbenen Kenntnisse der angehenden Hundeexperten.

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Am Ende des Kurses beeindruckten die Teilnehmer in einer kleinen Vorführung die eingeladenen Eltern. Jedes Kind durfte etwas mit dem Hund vorführen – Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ und Kunststücke wie Würfeln oder einen Buzzer drücken meisterten Lando und seine neuen Freunde mit Leichtigkeit und bekamen dafür viel Beifall. Und am Ende trugen die stolzen Absolventen noch das „Lando“-Lied vor: Die Kinder haben die 12 Umgangsregeln eigenständig in Strophen gefasst!

Eine tolle Erfahrung!

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