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20.01.2012

Lebenshilfe-Gründer Tom Mutters wird 95 Jahre alt!

Marburg. Dr. h. c. Tom Mutters, Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, wird am 23. Januar 95 Jahre alt.

Als UNO-Beauftragter für „Displaced Persons“ – so der Ausdruck für Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und andere Menschen, die von den Nazis verschleppt worden waren ¬– lernte der gebürtige Niederländer nach dem Krieg das Elend geistig behinderter Kinder in den Lagern und in der hessischen Anstalt Goddelau kennen. „In ihrer Hilflosigkeit und Verlassenheit haben diese Kinder mir ermöglicht, den wirklichen Sinn des Lebens zu erkennen, und zwar in der Hinwendung zum Nächsten“, so Tom Mutters im Rückblick.

Zusammen mit Eltern und Fachleuten gründete er 1958 in Marburg die Bundesvereinigung

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Lebenshilfe, deren Geschäftsführer Tom Mutters 30 Jahre lang war. Nach ihm ist die Stiftung der Bundesvereinigung Lebenshilfe benannt. Tom Mutters lebt bis heute mit seiner Frau Ursula in Marburg. Gemeinsam haben sie vier Söhne und drei Enkelkinder.

Der Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Robert Antretter, würdigt das Lebenswerk von Tom Mutters: „Dieser Mann aus den Niederlanden, dessen Familie selbst unter den Nazis gelitten hat, brachte uns Deutschen bei, wie man mit behindertem, verletztem und altem Leben umgeht. Ein gutes Jahrzehnt, nachdem bei uns im Rahmen der mörderischen T4-Aktion geistig behinderte und psychisch beeinträchtigte Menschen ermordet wurden, hat Tom Mutters durch die Gründung der Lebenshilfe ernst damit gemacht, was die Väter und Mütter in unser Grundgesetz hineingeschrieben haben: Die Würde aller Menschen ist gleich und sie ist unantastbar.“

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In Deutschland hat sich die Lebenshilfe mit 135 000 Mitgliedern in rund 523 Orts¬vereinigungen zur größten Selbsthilfeorganisation für geistig behinderte Menschen und ihre Angehörigen entwickelt. Die Lebenshilfe ist Träger oder Mitträger von mehr als 3200 Einrichtungen und Diensten. Dort werden rund 170.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut und gefördert.
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Dazu zählen: 227 Frühförderstellen, 329 Kindergärten und Kinderkrippen (für Kinder von 0 bis 3 Jahre), 118 Schulen und Tagesförderstätten, 491 Werkstätten (auch mit integrativen Arbeitsangeboten), 163 Fortbildungs- und Beratungsstellen, 301 Sport-, Spiel- und Freizeitprojekte, 854 Wohnstätten und Wohngruppen, 221 Familienentlastende Dienste (Entlastung der Familien durch die Betreuung behinderter Angehöriger mit gleichzeitiger Förderung). Rund 60.000 hauptamtliche und etwa 15.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe sind mit diesen Aufgaben betraut.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesgeschäftsstelle der Lebenshilfe, Marburg)