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31.01.2013

Betreuungsleistungen, Verhinderungspflege & Co

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Der Familienunterstützende Dienst der Lebenshilfe Witten informierte über die Pflegeversicherung speziell für Menschen mit Behinderungen
Nicht wenige Menschen raufen sich die Haare, wenn die Rede auf sie kommt – die Pflegeversicherung! Betreuungsleistungen, Verhinderungspflege, Pflegesachleistungen sind Begriffe, mit denen man sich erst auseinandersetzt, wenn ein Angehöriger zum Pflegefall wird oder man ein behindertes und pflegebedürftiges Kind hat.

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Nicht zufällig bot deshalb der Familienunterstützende Dienst (FUD) der Lebenshilfe Witten einen Fachvortrag zu diesem Thema an. Daniela Dorgau, Diplom-Heilpädagogin und Leiterin des FUD, erläuterte an diesem Abend in den Räumlichkeiten der Frühförderung am Wannen umfangreich und verständlich nicht nur die gesetzlichen Vorgaben und Neuerungen, sondern auch die Stolperfallen, die die Versicherung bereithält. Einiges hat sich

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geändert nach der Reform, die Anfang dieses Jahres in Kraft getreten ist. Antragstellung, Leistungen, die Definition der Pflegebedürftigkeit und die Einteilung in Pflegestufen können nicht nur Neulinge verwirren.
Schnell wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Zuhörer persönlich betroffen ist – als Eltern von Kindern mit Behinderungen haben sie oft schon teils leidvolle Erfahrungen mit dem medizinischen Dienst, mit Ignoranz und abgelehnten Anträgen, aber auch mit zeitaufwendiger Bürokratie machen müssen. Dennoch waren viele Fragen offen: Wird die Zeit angerechnet, die ich für das Baden des Sohnes aufbringen muss? Ist eine jährliche Begutachtung durch den Medizinischen Dienst wirklich notwendig? Kann ich das Pflegegeld auch für hauswirtschaftliche Dienste nutzen, um mehr Zeit für mein Kind zu haben?

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Kompetent und verständlich gab Daniela Dorgau auf alle diese Fragen eine Antwort und hatte darüber hinaus viele hilfreiche Ratschläge, die ihre jahrelange Erfahrung in diesem Bereich zeigten. Bei einem autistischen Kind darf zum Beispiel für das Kämmen mehr Zeit angerechnet werden, weil die Berührung für das Kind unangenehm ist und dies die Prozedur in die Länge zieht. Und zum Bereich „Ernährung“ zählen nicht nur das Zubereiten und Anreichen der Mahlzeit, sondern auch der Zeitaufwand, der dadurch entsteht, dass der Pflegende darauf achten muss, dass das Kind genug isst und trinkt, dass er an die Bedürfnisse erinnert, die das Kind selbst vielleicht nicht verspürt oder nicht äußern kann.
Und wenn eine Nachfrage den zeitlichen Rahmen zu sprengen drohte, verwies Daniela Dorgau gern auf die Möglichkeit der intensiven Beratung in den Räumlichkeiten des FUD an der Dortmunder Straße: „Wir können gemeinsam den anstehenden Termin durchgehen, beim Antrag oder beim Erstellen eines Pflegetagebuchs helfen oder auch den Bescheid der Pflegeversicherung durchgehen und einzelne Begriffe klären.“ Darüber hinaus bietet der FUD auch konkrete Hilfen wie Finanzierungsberatung, Verhinderungspflege, Sport- und Freizeitgruppen und Ferienfreizeiten an.
Aufgrund der großen Resonanz wird diese Veranstaltung voraussichtlich auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.

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