Das Video gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Angebote des Ambulant Betreuten Wohnens.

Betreutes Wohnen…

…ist die Betreuung von eigenständigem Wohnen in einer eigenen Wohnung für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Zum eigenverantwortlichen, unabhängigen Leben gehört es, zu arbeiten, den Bedürfnissen entsprechend zu wohnen und seine Freizeit sinnvoll und aktiv zu gestalten.
Normalität bedeutet für uns, das Leben ganzheitlich zu erfahren und gesellschaftlich voll integriert zu sein.

Unser Angebot richtet sich an Menschen mit geistiger Behinderung, die ihren Lebensmittelpunkt in Witten und Umgebung haben. Eine Zielgruppe sind Menschen mit Behinderung, die noch im Elternhaus leben, aber ein selbständiges, eigenverantwortliches Leben anstreben und sich dabei der Unterstützung unseres Dienstes versichern wollen. Bei einer weiteren Gruppe handelt es sich um Menschen mit Behinderung, die schon in einer eigenen Wohnung leben, sich allerdings im Alltag nicht zurecht finden und auf sich selbst gestellt überfordert sind. Die dritte Zielgruppe sind Bewerber*innen aus dem stationären Bereich der Behindertenbetreuung, bei denen eine umfassende Versorgung nicht mehr notwendig ist und die den Wunsch äußern, selbständig leben zu wollen.

Normalität leben und Nachbarschaft erleben ist die Basis für Inklusion von Menschen mit Behinderungen in unsere Gesellschaft.

Wir möchten die Menschen, die zu uns kommen, befähigen, in ihrer eigenen Wohnung immer besser zurecht zu kommen. Über einen individuellen Hilfeplan fördern wir die Kompetenzen jeder/jedes einzelnen Klient*in.

Das bedeutet konkret, dass wir zum Beispiel im Rahmen der Fachleistungsstunden die Reinigung der Wohnung, Durchführung der Hausordnungspflichten, Waschen der Wäsche, Ärzt*innenbesuche, Wege zu Ämtern, Konfliktbewältigung und vieles andere mehr begleiten/unterstützen. Durch Übung und Beratung sowie strukturelle Hilfen können wir in der Regel den Bedarf an Unterstützung ohne Einbuße von Qualität verringern.

Es gibt unterschiedliche Formen des Ambulant Betreuten Wohnens:

  1. Eigene Wohnung

Die Mitarbeiter*innen des BeWo betreuen die Bewohner*innen im Rahmen regelmäßiger Besuche und Hilfestellung in allen Bereichen des Alltags

2. Wohnprojekt Preinsholz

In der Wohngemeinschaft in der Anlage Preinsholz leben sechs Menschen mit Behinderung, in Einzelzimmern und mit jeweils eigenem Bad. Wohnzimmer und Küche werden geteilt.

Alle Bewohner*innen sind in der WfbM beschäftigt. An den Nachmittagen sind Mitarbeiter*innen des BeWo vor Ort und unterstützen die Bewohner*innen in allen Belangen.

3. Wohnprojekt Dirschauer Straße

In diesem Haus, das im Eigentum der Lebenshilfe ist, wohnen Menschen mit Behinderungen allein oder zu zweit in den Wohnungen. Der Gemeinschaftsgarten und die Gemeinschaftswohnung stehen allen Bewohner*innen zur Verfügung und bieten Raum für gemeinsame Veranstaltungen, Treffen und Kurse.

1. Der Antrag auf BeWo im Rahmen der Eingliederungshilfe wird gestellt.

Folgende Unterlagen sind erforderlich:

a) Ein ärztliches Gutachten, welches eine Intelligenzminderung und die Notwendigkeit der Hilfe im Alltag attestiert (vom Facharzt/von der Fachärztin, z.B. Neurolog*innen).

b) Grundantrag auf Sozialhilfe, welcher zweckentfremdet ist. Er dient lediglich dem LWL zur Überprüfung der Finanzlage des/der Antragstellers/in.

c) Hilfepläne l – lll (ausgefüllt)
Der Hilfeplan l fragt die Ressourcen der Klient*innen in den verschiedenen Lebensbereichen ab. Hilfeplan ll fragt die ganz persönlichen Wünsche der Klient*innen zum Thema Leben und Wohnen ab. Er darf auch unrealistisch sein und sollte möglichst eigenständig vom Klienten/von der Klientin erstellt werden. Der Hilfeplan lll setzt die Pläne l + ll zusammen, wählt Ziele aus, definiert entsprechende Maßnahmen und setzt sie in Minutenwerte um. Dieser Plan ist die Grundlage für die Anzahl der Fachleistungsstunden (FLS).

2. Der LWL beruft zum Hilfeplangespräch/Clearing ein.

Im Kreishaus Schwelm erwartet ein Gremium diverser Dienste (vier Personen) den/die Antragsteller/in, seine Eltern, ggf. die rechtliche Betreuung und eine/n Vertreter/in des zukünftigen Fachdienstes. Im Gespräch wird geklärt, ob beantragte FLS gewährt werden oder eine Anpassung erfolgen muss.
Das Ergebnis ist in der Regel eine Bewilligung von „x“ FLS für einen begrenzten Zeitraum. Folgeanträge müssen häufig nach Jahresfrist gestellt werden.

3. Zwischen dem zukünftigen Nutzer/der zukünftigen Nutzerin und/oder dem rechtlichen Betreuer/der rechtlichen Betreuerin und unserem Dienst wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen.

 

Wie kann ich mir die eigene Wohnung und Betreuung leisten?

Leistungen, auf die in der Regel Anspruch besteht:

• Finanzierung der FLS über den LWL (Betreuung)
• Jobagentur und/oder Grundsicherung (Miete und Lebensunterhalt)
• EU-Rente
• Lohn der WfbM

Die Fachleistungsstunden werden durch den Landschaftsverband finanziert, sofern nicht ein Vermögen von mehr als 2.600,00 € besteht oder ein ausreichendes eigenes Einkommen bezogen wird.

Das Team setzt sich pädagogischen Fachkräften zusammen.

Ansprechpartner

Ambulant Betreutes Wohnen

Dortmunder Str. 75
58453 Witten

 

 

 

 

 

Elke Wacker

Leitung
Ambulant Betreutes Wohnen
Zum Kontaktformular
Tel.: 0 23 02 – 2895 – 451
Fax: 0 23 02 – 2895 – 450